ATS-ADVANCED

Das offene Prüfstands-Automatisierungssystem.

Mit ATS-Advanced - das selbst entwickelte Prüfstands-Automatisierungssystem - sind wir in der Lage, komplexe Prüfprozesse abzubilden. Durch seine offene Architektur ist das System besonders kundenfreundlich und bietet eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit. Mit ATS-Advanced können unsere Kunden selbstständig in die Steuerungsprozesse eingreifen und z.B. selbst Daten einpflegen oder sogar das System mit Hilfe von Standard-Hardware erweitern.

Das offene Prüfstands-Automatisierungssystem ATS-Advanced besteht aus drei Funktionen und Komponenten:

Der Realtime-Rechner:
  • kommuniziert mit dem Prüfling über ein fahrzeugspezifisches Bussystem,
  • arbeitet den im Prüfstandsrechner hinterlegten getriebespezifischen Prüflauf ab,
  • gibt die Sollwerte an die – nur bei Prüfständen mit Antriebstechnik vorhandene – Mehrmaschinenantriebsregelung vor,
  • erfasst die Messwerte (Drehzahlen, Drehmomente, Meldungen und Messwerte z.B. der Getriebesteuerung etc.),
  • wertet die aufgenommenen Messergebnisse online aus.

Dank der schnellen Profibuskopplung zwischen dem Rechner und der Antriebsregelung der End-of-Line-Prüfstände wird eine kontinuierliche Sollwertvorgabe aus dem Realtime-Rechner ermöglicht. Hierdurch treten keine undefinierten Zeiten zwischen den Prüfabschnitten auf. Weiterhin werden die Messwerte der E-Maschinen (Drehzahl und Drehmoment) nicht mehr analog, sondern digital über Profibus direkt an den Echtzeitrechner übertragen. Somit sind Wandlungsfehler von vornherein ausgeschlossen.

Die SPS mit Mehrmaschinenregelung:

Als SPS wird kundenabhängig meist eine Siemens S7-400 einschließlich einer Funktionsbaugruppe zur digitalen Mehrmaschinenregelung eingesetzt. Die Kopplung an den Realtime-Rechner, an das Operatorpanel zur Visualisierung des Maschinenstatus, an die Wechselrichter aller Antriebe (Antriebs- und Belastungsmaschinen des Prüflings sowie Antriebe für NC-gesteuerte Verstellungen) und an die dezentralen E/A-Baugruppen erfolgt über Profibus DP.

Der Prüfstandsrechner:
  • erstellt z.B. getriebespezifische Prüfläufe und Hüllkurven für unterschiedliche Messaufgaben
  • startet und beendet eine Prüfung
  • visualisiert die nacheinander ablaufenden Prüfschritte und die vom Realtime-Rechner erfassten Werte und Kurven

Letztere werden in einer lokalen SQL-Datenbank auf dem Prüfstandsrechner abgespeichert und können auf einen externen Server übertragen werden. Zudem kommuniziert auch der Prüfstandsrechner mit dem Prüfling über den spezifischen Bus.

Screenshots der ATS Software